Samstags, wenn Krieg ist

Vera Bilewskis erster Fall

Eine rechtsradikale Bande macht eine kleine deutsche Provinzstadt unsicher. In der Woche gehen die jungen Männer ihren Berufen nach, aber Samstags, wenn Krieg ist, planen sie den großen Krawall …

Als ein Mord passiert, steht Kommissarin Vera Bilewski vor einem Rätsel: Viele falsche Spuren und eine Gruppe junger Männer, für die Randale der Sinn des Lebens ist.

Verfilmt von Roland Suso Richter mit Heino Ferch und Angelica Domröse in den Hauptrollen.

  • Erstausgabe Hoffmann und Campe, 1994
    Umfang 302 Seiten, broschiert
    ISBN 3-455-07904-0
  • Verlag Droemer Knaur, 1995
    Umfang 302 Seiten, broschiert
    ISBN 3-426-60390-X
  • Verlag Pendragon, Juli 2009
    Umfang 256 Seiten, broschiert
    ISBN 3-5961-6667-5
  • Verlag Pendragon, Dezember 2011
    Umfang 256 Seiten, broschiert
    ISBN 3-8653-2328-6
    Mit einem Nachwort über die seltsamen Erfahrungen mit Buch und Film von Klaus-Peter Wolf
  • 3. Auflage Pendragon, Januar 2012
    Umfang 256 Seiten, broschiert
    Bestellen (amazon) ISBN 978-3-865-3216-71

Der Autor und sein Stoff

Einmal im Jahr nimmt der Schriftsteller Klaus-Peter Wolf sich einige Wochen Zeit, um mit Schülern über seine Romane und Filme zu diskutieren. So versucht er den Kontakt zu seinem Publikum zu halten. Klaus-Peter Wolf:

Für mich sind diese Lesereisen sehr wichtig. So sehe ich, ob ich noch nah genug dran bin. Spreche ich noch deren Sprache? Verstehen die mich noch? Was denken die?

In den letzten Jahren hat sich einiges verändert. Das Klima ist aggressiver geworden. 1990 stand ich zum ersten Mal vor einer Schulklasse, in der mehrere uniformierte Schüler saßen. Dabei blieb es nicht. Ich wurde mit „Heil Hitler“ begrüßt und als „Judensau“ beschimpft. Ich erlebte überforderte Lehrer, die vom Ausstieg träumten und nur noch mit Magenschmerzen zur Schule gingen. Ich begann mich auf meinen Lesereisen zunehmend für solche Jugendliche zu interessieren.

Ich fragte mich, wie kommt so viel Hass in diese Kindergesichter. So wird ja wohl kaum jemand geboren. Der Kontakt war schwer. Oft unmöglich, manchmal sehr schweigsam. Aber nicht immer. Einige redeten und wenn der Damm erst einmal gebrochen war, und langsam Vertrauen keimte, wurde hinter den hohlen Sprechen, hinter der zur Schau getragenen Aggressivität das verletzte kleine Kind sichtbar. So fand ich meine Personen: Siggi, Wolf und die anderen Ultras. Ich begann den Roman „Samstags, wenn Krieg ist“.

Gleich nach den ersten Kapiteln spürte ich: Das ist ein Filmstoff. Der SDR signalisierte Interesse und von da an schrieb ich Roman und Film gleichzeitig.

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