Feuer

Basierend auf seinem Roman Feuerball

 Wieder hat es in der Stadt gebrannt. Nach der Schule ist es diesmal das Arbeitsamt. Alle leben in Angst und Schrecken vor dem „Feuerteufel“, der anscheinend wahllos Häuser in Brand steckt. Wann wird das nächste Feuer ausbrechen? Jens Roth hat panische Angst vor Feuer. Vor Jahren starb sein Vater bei der Explosion seines Autos. Bis heute hat Jens dieses furchtbare Erlebnis nicht überwunden. Chaos, Gewalt und Wahnvorstellungen toben in seinen Gedanken, und manchmal kann er Einbildung und Realität nicht mehr unterscheiden.

 Nur seine Therapeutin Sylvia Jansen gibt ihm Halt. Die ganze Familie Roth litt unter dem Tod des Vaters, aber heute hat Jens Mutter, eine engagierte Bewährungshelferin, wieder einen neuen Freund. Werner Cremer ist eigentlich ein netter Kerl. Er versucht nicht, die Position als neuer Vater einzunehmen, sondern unterstützt Jens Mutter sogar bei der Hausarbeit. Und doch ist er Jens nicht ganz geheuer. Vor allem sein fast besessenes Interesse an Astrologie findet er etwas unheimlich.

 Jens ungutes Gefühl wird noch stärker, als sich herausstellt, da Werner Cremer ein ehemaliger Häftling ist, den die Polizei in Verdacht hat, der gefürchtete „Feuerteufel“ zu sein. Werner Cremer spürt Jens immer größer werdendes Misstrauen. Geschickt gelingt es ihm, die Aufmerksamkeit der Polizei auf Jens zu lenken, der durch seine Probleme und sein psychologisches Gutachten schwer belastet wird. Doch als Jens Cremers astrologisches Computerprogramm entdeckt, wird ihm klar, wo der nächste Brand sein wird. Die Ereignisse überschlagen sich!

 Ein Interview mit Klaus-Peter Wolf zum Film finden Sie hier.

  • Sender Bayerische Rundfunk, 1997
    Regie Maria Knilli
    Redaktion Monika Peetz

Zum Film

 Klaus-Peter Wolf hat das Drehbuch zu „Feuer“ selbst geschrieben. Der Bayerische Rundfunk produzierte „Feuer“ mit ungewöhnlich hohem Kostenaufwand für die Serie Polizeiruf 110. Hochkarätige Schauspieler bewiesen ihr Können unter der Regie von Maria Knilli. So garantiert Gaby Dohm in der Rolle der Psychologin Sylvia Jansen sicherlich 1 bis 2 Millionen Zuschauer mehr. Auch Peter von Strohmbeck als Kommissar Maiwald ist eine Idealbesetzung. Alle Außenaufnahmen der Dreharbeiten fanden in Nürnberg statt. Die Stadt, unter anderem das Rathaus, ist im Film gut zu erkennen. Auch das Polizeipräsidium von Nürnberg diente als Originalkulisse. Die restlichen Innenszenen wurden in den Studios des Bayerischen Rundfunks in München aufgenommen.

 „Feuer“ wird am Sonntag, den 30. November 1997 in der ARD um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Es folgt noch im Herbst 1997 ein zweiter Teil, der jedoch zum Roman Feuerball keinen direkten Bezug hat. Lediglich die Protagonisten Sylvia Jansen und Kommisar Maiwald sind hier wieder mit von der Partie.