Das schwangere Mädchen

Nach seinem Roman Donnas Baby

 Durch harte Arbeit haben es Peter und Monika Huse mit ihrem Fisch- und Feinkostladen zu einem gewissen Wohlstand gebracht. Nun soll es Tochter Donna an nichts mangeln. Peter Huse verwöhnt die 18-Jährige wo er nur kann – was bei Donna nicht immer gut ankommt. Denn statt teurer Geschenke wünscht Donna sich von ihrem Vater eigentlich nur mehr Verständnis. Vor allem, wenn es um ihre Beziehung zu dem KFZ-Mechaniker Jens geht. Doch die Huses haben Angst, dass diese Liebschaft ihre Tochter von ihren schulischen Verpflichtungen ablenkt. Aus Sicht ihrer Eltern verbringt Donna viel zu viel Zeit mit Jens und seiner Clique, geht zu häufig aus und macht einen erschöpften Eindruck. Der Hausarzt und Familienfreund Dr. Bleichner verabreicht dem Mädchen deshalb ein Kreislaufmittel, das die Konzentrationsfähigkeit stärken soll.

 Donna soll nämlich nicht nur das Abitur in Kürze machen, sie soll auch später studieren und um die Welt reisen. Das will die Schülerin eigentlich ja auch, weshalb sie die Reaktion ihrer Eltern im Grunde ganz gut versteht. Deshalb versucht sie auch Jens, der am liebsten gleich heiraten würde, ein wenig auf Distanz zu halten. Doch dann wird Donna schwanger. Als Peter Huse davon erfährt, sieht er seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Natürlich muss eine Abtreibung arrangiert werden. Seine Tochter besteht jedoch darauf, ihr Kind zu bekommen. Huse verliert in seiner Wut und Enttäuschung völlig die Kontrolle. Daraufhin zieht Donna zu Jens. Während dieser über die neue Situation glücklich ist, leidet Donna sehr. Sie versucht ihrem Freund klar zu machen, dass sie das Baby zwar haben möchte, aber deshalb auf Abi und Studium nicht verzichten will.

 Die Schwangerschaft schreitet voran, und Donna fühlt sich immer schlechter, obwohl sie stets brav die Tabletten von Dr. Bleichner eingenommen hat. Als sie eines Abends nach einem Schwindelanfall fast zusammenbricht, will Jens ihr aus der Apotheke neue Tabletten besorgen. Dort erfährt er, dass das Kreislaufmittel noch gar nicht auf dem Markt ist, und daher von Schwangeren nicht eingenommen werden darf. Entsetzt stellt Donna am nächsten Tag Dr. Bleichner zur Rede, der zugeben muss, dass sich das Präparat in einer Testphase befindet. Da eine Missbildung des Fötus nicht auszuschließen ist, versucht er Donna zu einer Abtreibung zu überreden – vergeblich. Kaum ist das Mädchen weg, setzt sich Bleichner mit der Pharmafirma Belmedic in Verbindung. Die Firmenanwältin Angelika Krohm verspricht ihm, sich um das „Problem“ zu kümmern.

  • Sender RTL, 2000
    Regie Bettina Woernle
    Hauptrollen Anna Brüggemann und Ken Duken

Pressestimmen

Klaus-Peter Wolfs Roman ›Donnas Baby‹ wird von der Kritik hoch gelobt. Das Buch erzählt von der Liebe in schwierigen Zeiten, von Beziehungen, die in Krisen wachsen, statt in ihnen unterzugehen. Wen wundert es, dass dieser Roman, wie viele andere Klaus-Peter-Wolf-Bücher auch, verfilmt werden wird? Rhein-Zeitung, 22.12.1999

Das Buch sorgte lange vor Erscheinen für Aufregung

Klaus-Peter Wolfs langjähriger Freund Peter Lohmann, der Wolf-Romane wie ›Traumfrau‹ und ›Kapuzenmann‹ in seinem kleinen Galgenberg-Verlag in Hamburg herausbrachte und zu Bestsellern machte, ist nun Geschäftsführer des Scherz-Verlages und bewirbt dort das Buch ›Donnas Baby‹ mit einer groß angelegte Kampagne. Zu Recht! Klaus-Peter Wolfs neuer Roman erzählt von der Gier des Lebens nach sich selbst. Es ist die alte Geschichte von Romeo und Julia, sie ist monumental und sie kommt doch mit Leichtigkeit daher. Der Roman erzählt nicht nur die Geschichte von zwei Liebenden, sondern entwirft ein Porträt unserer Zeit uns Gesellschaft. Beim Lesen spüren wir den Riss, der durch die Personen geht, in uns selbst. Es ist ein Echolot der Seele. Klaus-Peter Wolfs Romane haben die Leser immer unter die Oberflächlichkeit moderner Betrachtungsweisen geführt. Er hat mit seinen Romanen auf verdeckte Wunden in der bunten Mediengesellschaft hingewiesen und uns gezeigt, was uns krank macht

Am Ende des Buches ist der Leser ein bisschen glücklicher als vorher. Wolf hat uns zu den eigentlichen Dingen des Lebens zurückgeführt, lässt uns tief durchatmen und zeigt uns wieder, worum es wirklich geht im Leben. Nach der Lektüre hat man das erfrischende Gefühl, dass Menschen einen freien Willen haben und Dinge veränderbar sind. Harald Loch, Trierischer Volksfreund, September 2000