»Menschen brauchen Geschichten, um die Welt zu erfassen.« Onkel Warfsmann
Wenn Onkel Warfsmann Geschichten erzählte, von denen seine Frau Mia sagte, das sei doch alles Seemannsgarn, so enthielten sie doch Weisheiten und Wahrheiten, die für den jungen Klaus-Peter Wolf wichtig waren und bis heute sein Schreiben beeinflussen. Immer wieder hat ihn sein Onkel darin bestärkt, sich nicht von seinen Träumen abbringen zu lassen und mutig den eigenen Weg zu gehen. Im vorliegenden Band sind zum ersten Mal alle Onkel-Warfsmann-Geschichten versammelt, die einen Eindruck dieses außergewöhnlichen Menschen vermitteln, der aus Liebe zu seiner Frau vom ostfriesischen Seefahrer zum Bergmann im Ruhrgebiet wurde.
Klaus-Peter Wolf beantwortet einige Fragen über seine Onkel Warfsmann:
Welche Rolle spielten Geschichten in eurer Beziehung?
Er behauptete, kaum lesen zu können. Deshalb habe ich ihm Illustrierte und Romane vorgelesen. Aber man wusste nie genau, was bei ihm Wahrheit und was Seemannsgarn war. Gerade das machte das Leben mit ihm so spannend – er hatte immer eine gute Story zu erzählen.
Wer war Onkel Warfsmann?
Mein Onkel Warfsmann war ein gebürtiger Ostfriese und Seefahrer, der aus Liebe zu meiner Tante Mia nach Gelsenkirchen zog. Weil sie ihre Familie nicht verlassen wollte, tauschte er das Meer gegen das Bergwerk und wurde vom See- zum Bergmann. Für mich sind das die wahren Liebesgeschichten.
Wie hat er dich persönlich und als Schriftsteller geprägt?
Seine Geschichten und seine Einstellung zum Leben haben mich entscheidend beeinflusst. Von ihm habe ich auch das augenzwinkernde Erzählen gelernt. Seine Klugheit und Herzenswärme haben mir geholfen, das Leben besser zu verstehen und Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Was können Leserinnen und Leser aus dem Buch mitnehmen?
Die Erzählungen zeigen, wie wertvoll emotionale Weisheit, Loyalität und Gelassenheit sind. Sie können helfen, das komplizierte Leben besser einzuordnen und manches mit mehr Humor und Abstand zu betrachten.