Treffpunkt Tatort
Sklaven und Herren
Nichts für schwache Nerven!
Dora, Lina, Jan und Tim packt das blanke Entsetzen als sie erkennen, dass manche ihrer Mitschüler als Sklaven missbraucht werden. Doch sind sie stark genug, um diesen skrupellosen »Herren« die Stirn zu bieten?
Über die Entstehung der neuen Reihe
Die Initialzündung für die Reihe Treffpunkt Tatort haben Schüler gegeben. Auf meinen Lesereisen hörte ich immer wieder die gleichen Fragen: Schreiben Sie auch Krimis für Jugendliche? Ich saß in den Schulklassen vor Kindern, die mit mir fachkundig über meine Tatorte und Psychothriller redeten. Nur: diese Bücher oder Filme hatte ich nicht für sie geschrieben. Ich erkannte daß die jungen Leute sich in den scheinbar für sie gemachten Krimis nicht ernstgenommen fühlten. Darin war zu viele heuchlerische heile Welt. Es wurde zu viel ausgespart. Die Tabus erdrückten die Erzählungen. Geschichten wie: Wer hat den Fußballpokal gestohlen?, sind eben keine echten Krimis. Sie tun nur so als ob. Also begann ich mit den dramaturgischen Mitteln des Tatorts echte Krimis für Jugendliche zu schreiben. Darin kommen sie nicht nur vor, sie und ihre Probleme werden ernst genommen. Die krimis enthalten erschreckend viel Lebenswirklichkeit. Das tut den Jugendlichen gut. Im Ton sind sie so gehalten, daß von Anfang an zwischen den jungen Lesern und mir ein Pakt geschlossen wird: ich zeig dir etwas Erschreckendes, aber die Geschichte wird gut ausgehen. So ist auch das Grauen zu ertragen und erzählbar. Die Jugendlichen brauchen diesen Grusel, diesen Blick in den Abgrund der menschlichen Seele. Sie wissen, dass so etwas existiert und wollen in Literatur, Hörbuch und Film lernen, damit umzugehen. Ich habe diese Krimis auf meinen Lesereisen getestet. Von der vierten bis zur zehnten Klasse hatte ich aufmerksame, ja begeisterte Zuhörer. Von der Grundschule bis zum Gymnasium. Geht das denn? Oh ja. Wirklich gute Krimis müssen ja auch den Herrn Professor fesseln und von seiner Putzfrau genauso gerne gelesen werden.
Besonders glücklich bin ich darüber, daß mit Maxi Wolf eine junge Sprecherin gewonnen werden konnte, die nah an der Zielgruppe ist und mit ihr erfrischenden Stimme Spannungsbögen aufbauen kann, ohne dass dabei die Zuversicht auf ein glückliches Ende verloren geht. Sie schafft mit ihrer Stimme eine Atmosphäre die anheimelig und gruselig gleichzeitig ist. Genau diese Mischung brauchen meine Geschichten.
Leserstimmen
»Der Thriller ist ein sehr packendes, spannendes Jugendbuch auf hohem Niveau.« Edda Dietsch
»Die Sympathie Wolfs gehört den Schwachen, beschreibt er doch sehr realistisch, dass selbst wenn rational absolute Klarheit besteht, dass ein solch abstoßendes Verhalten nicht akzeptiert werden darf, es für die erpressten Kinder sehr schwer ist, Hilfe zu finden und diese auch anzunehmen. Sklaven und Herren ist ein eindrucksvoller Krimi, mit vielschichtigen Charakteren, der Mut macht eine eigene Position zu beziehen. Allerdings zeigt er gleichzeitig auch, wie schwierig dies sein kann.« Manuela Haselberger – www.leser-service.de/bookinist/content/text/kinder/@wosklav.htm
