Drei tolle Nullen

Nußbaums Rache

Drei tolle Nullen

Die »Drei tollen Nullen« sind entsetzt: Dr. Nußbaum soll Direktor werden!
Da müssen Olli, Olaf und Oskar sofort einschreiten. Mit Hilfe ihrer beiden Freunde gibt Olli bei der großen Schulfeier eine glänzende Katastrophe ihrer magischen Fähigkeiten. Mit der Zauberei beginnt ein haarsträubendes Abenteuer, das nicht nur Schüler und Lehrer in Atem hält …

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Die Nachricht trifft die »Drei tollen Nullen« wie ein Eimer kaltes Wasser. Chaos-Olli steht wie betäubt da. Ihr Körper wankt. Sie ist blass im Gesicht. Für einen Moment droht sie ohnmächtig zu werden. Sie fasst Angel- Olafs Arm, um sich an ihm festzuhalten. Aber dem geht es nicht besser. Er fühlt sich, als ob er von einer Giftschlange gebissen worden wäre. Schon breitet sich das tödliche Gift in ihm aus und lähmt seine Muskeln. Bastel-Oskars Haut juckt plötzlich wie verrückt, und sein Magen scheint zu einem Eisklumpen zu gefrieren. Olli fängt sich als erste. Sie holt tief Luft.
Immer noch leichenblass, kneift sie sich selbst in den Arm und sagt: »Ich glaub' es einfach nicht. Bestimmt ist es nur ein böser Traum.«
Aber obwohl sich ihre Fingernägel tief in die Haut eingraben und dort weiße Abdrücke hinterlassen, wird sie nicht wach. Sie kann gar nicht wach werden. Sie ist es nämlich schon.
»Es ist leider wahr«, stöhnt Bastel-Oskar. »Unser neuer Schulleiter heißt Nußbaum. Herr Doktor Nußbaum.«
»Ich glaub', ich spinne …«, zischt Angel-Olaf. »Das können die doch mit uns nicht machen.«
Oskar schüttelt den Kopf.
»Ich fürchte, du irrst dich. Die können das. Jede Flasche kann heutzutage Direktor werden.«
»Ja, aber doch nicht Nußbaum!« protestiert Olli.
Ollis Oma steht mit dem Tablett unschlüssig im Türrahmen. Eigentlich wollte sie den »Drei tollen Nullen« nur ein Erdbeereis spendieren. Sie sahen gesund und munter aus, bis Omi so nebenbei erwähnte, was sie im Supermarkt erfahren hatte: Der neue Direktor der Graf-Bischoff-Schule sollte schon bald Herr Dr. Nußbaum heißen. Nun blickt Omi ratlos auf das Eis. Die »Drei tollen Nullen« wirken krank. Überarbeitet. Gebrechlich. Von Viren infiziert.
»Vielleicht …«, schlägt Omi vor, »vielleicht sollte ich euch besser einen Kamillentee kochen … Ihr seht nicht aus, als ob ihr einen Eisbecher vertragen könntet.«
»Ich hab' Kopfweh!« stöhnt Olaf.
»Mein Magen!« jammert Oskar.
»Meine Knie werden weich!« droht Olli.
Omi dreht sich um und geht mit dem Erdbeereis wieder raus.
»Also doch besser Tee …«, flüstert sie mit sich selbst.
Wahrscheinlich, denkt sie, müssen die Jugendlichen heutzutage in der Schule zu viel lernen. Das kann ja nicht gesund sein. Mathematik. Physik. Biologie. Geographie. Wie sich das schon anhört! Es klingt so nach Abführmittel oder Kopfschmerztabletten. Kein Wunder, dass den Kindern davon schlecht wird. …

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Buch 73