Der Meister des Universums

Gefangene der Xuna

Tim ist der Größte!

Eigentlich war Tim davon überzeugt, die Xuna im Weltraum besiegt zu haben. Als aber an einem rabenschwarzen Tag alles schief läuft und wieder mysteriöse Botschaften auftauchen wird ihm klar: Die Xuna sind zurück! Die Außerirdischen planen einen neuen Angriff auf die Erde und Tim bleibt keine andere Wahl, als schnell zu handeln ... Darauf haben die Fans des »Meisters« gewartet: Das zweite Abenteuer mit Tim steht dem ersten in nichts nach. Spannung - wenn mit der Zauberfolie die geheimen Nachrichten geknackt werden -, Wortwitz und lautes Lachen sind garantiert!

Leseprobe

1 Die Kuschinski-Bande

Tim klammerte sich an seinen Großvater. Sie fuhren auf dem Motorrad über den Berliner Ring. Die Maschine war mörderisch laut und Opa drehte voll auf. Seit die Delfi ihn geheilt hatten und er nicht mehr rheumakrank im Sessel saß, ging ihm nichts schnell genug. Besonders jetzt nicht. Sie fuhren von Bamberg nach Höchstadt, Opas neue Freundin besuchen. Natürlich hielt er sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung.
Tim drückte seinen Kopf in Opas Rücken. Manchmal zweifelte Tim an allem. Die letzten Wochen waren nur so an ihm vorbeigerast. Er kam sich vor wie in einem Film. Aber er saß nicht im Kino und sah zu. Er spielte mit. Ja, er hatte die Hauptrolle in diesem Film.
Opa nahm die Kurve so scharf, dass Tims rechtes Knie fast den Asphalt berührte. Sie rauschten an der Hochhaussiedlung vorbei, auf die große Kreuzung zu. Die Ampel stand auf Rot. Das störte Tims Opa gar nicht. Er liebte es, mit quietschenden Reifen zu bremsen.
An der Kreuzung standen sie: Die Brüder Kuschinski, Big Mäc, Zecke und Willi, die Wildsau. Sie hielten einen Schüler aus der 3 A fest und zwangen ihn, sein Taschengeld abzuliefern. Der große Kuschinski nannte das: »Einen abziehen«. Der kleine Kuschinski sagte dazu: »Steuern eintreiben«.
Der Blonde aus der 3 A zahlte. Weil er aber nicht genug Geld hatte, verlangte der große Kuschinski: »Küss mir die Füße!«
Tims Opa bremste das Motorrad ab. Es kam kurz vor der Kuschinskibande zum Stehen.
Tim erfasste die Situation mit einem Blick. Er rief: »Lasst ihn in Ruhe, ihr Schweine!«
Der große Kuschinski bekam den Mund nicht mehr zu und sah jetzt noch bescheuerter aus als sonst. Er war es gewöhnt, dass alle taten, was er wollte. Alle waren höflich zu ihm und geradezu unterwürfig nett.
Der Blonde aus der 3 A war erleichtert, weil die Wut der Kuschinskibande sich jetzt nicht mehr gegen ihn richtete, sondern gegen Tim. Der Blonde rannte einfach los. Er überquerte die Kreuzung und versuchte, so viel Abstand wie möglich zwischen sich und seine Peiniger zu bringen.
Der große Kuschinski knirschte vor Wut mit den Zähnen. »Das wirst du mir büßen!«
Am liebsten hätte der große Kuschinski Tim sofort vom Motorrad gezerrt und verprügelt. Aber der alte Mann mit dem Motorradhelm, an dem so viele tote Insekten klebten wie kleine Punkte, machte ihm Angst.
»Morgen in der Schule kriegen wir dich!« drohte der große Kuschinski. Dann sprang die Ampel auf Grün und Großvater legte einen Blitzstart hin.
Mit gut hundert Stundenkilometern fuhren sie auf die B 505 Richtung Höchstadt. Tim schützte sich hinter Opas Rücken gegen den Fahrtwind. Er sah sich nach der Kuschinskibande um. Da rasten ein paar schwarze Punkte, nicht größer als Sandkörner, auf Tim zu. Sie überholten das Motorrad.
Die Xuna! Sie waren da! Ein paar ihrer Raumschiffe hatten die Metallpresse überstanden. Waren sie genug, um der Erde gefährlich zu werden?

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Buch 32