Drei tolle Nullen

Das Monsterfahrrad

Drei tolle Nullen

Endlich ist es so weit: Die Drei tollen Nullen haben ein Monsterfahrrad gebaut, mit dem sie nach Dänemark fahren wollen. Nur, dass die Eltern die Reise nicht erlauben. Deshalb machen sich die Freunde heimlich auf den Weg. Nur mit den waghalsigsten Tricks gelingt es ihnen, Eltern und Polizei immer wieder an der Nase herumzuführen.

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»Seit dem Unfall ist Oskar endlich vernünftig geworden«, denkt Herr Schattenkirchner. Dabei sieht er schmunzelnd hinter seinem Sohn her. Die Schultasche geschultert, macht Oskar sich wie jeden Tag auf den Weg zu Olli. Sie lernen dort gemeinsam. Das zumindest denkt Herr Schattenkirchner. Er kann ja nicht ahnen, dass in Oskars Schultasche statt Heften, Büchern und Stiften Schraubenzieher, Kreuzschlüssel und Lötkolben auf ihren Einsatz warten.
Herr Schattenkirchner lehnt sich im Sessel zurück und nippt an seiner Teetasse.
»Ich bin rundum zufrieden mit unserem Sohn«, sagt er zu seiner Frau, die ihm aber nicht zuhört, weil sie gerade mit ihren Yogaübungen begonnen hat und zusammengerollt wie eine junge Katze auf dem Teppich liegt.
»Seit er nicht mehr so oft mit Olaf Füller zusammen ist, hat er keine Flausen mehr im Kopf. Endlich kann ich meinen Wagen wieder in der Garage parken. Es war ja unerträglich, dass Oskar in meiner Garage seine unsinnigen Erfindungen zusammenbastelte, während unser Auto draussen langsam vor sich hin rostete. Diese Olivia hat einen guten Einfluss auf den Jungen. Seine Noten werden immer besser, und endlich ist er von diesem Blödsinn abgerückt, ein Mountainbike für drei Personen basteln zu wollen - ein Fahrrad für die Berge, den Schnee, die Wüste oder um Flüsse zu durchqueren. So ein Quatsch! Wozu haben die Menschen Straßen gebaut? Ich bin froh, dass dieser gefährliche Spuk endlich ein Ende hat.«
Frau Schattenkirchner atmet tief aus und konzentriert sich auf eine angegilbte Stelle im Tapetenmuster. Das, so behauptet ihr neuer Yogi, würde dem Menschen Kraft verleihen und der Seele Flügel. Herr Schattenkirchner wertet ihr Schweigen als Zustimmung und gießt sich frischen Tee nach. Seit seine Frau zusammen mit der Nachbarin Agnes Füller den Yogakurs an der Volkshochschule besucht, redet sie viel weniger als früher. Dafür wirkt sie nachdenklich, in sich gekehrt und weniger fröhlich. Aber der entspannte Zug um ihre Mundwinkel herum signalisiert Herrn Schattenkirchner, dass es ihr gut geht.

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Buch 80